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Vorweg möchte ich sagen, dass ich stolz bin, Vater und Onkel dieser wunderbaren Mädchen zu sein, die alle guten Tugenden sichtbar in sich trugen!

Macht zu viel Christenliebe blind?“ So titelte die „Berliner Zeitung“. Ich sage: Nein! Christenliebe öffnet den Blick für die Not der Menschen – und das nicht aus dem Fenster eines klimatisierten Büros über den Dächern Berlins mit kaltem Kaffee auf dem Tisch, sondern da, wo Not ist, wo Hilfe benötigt wird, hautnah!

Am 01.06.09 um ca.14 Uhr fuhren wir (Rita, Anita und ich) von Allerbüttel los in Richtung Brake, wo Rita und Anita die Bibelschule besuchten. Von dort fuhren sie mit einem Schulfreund zum Frankfurter Flughaven, von wo der Flug nach Jemen stattfinden sollte. Es war eine schöne Fahrt mit den beiden. Wie verschieden sie auch waren, getrennt könnte ich mir die beiden gar nicht vorstellen. So sehr harmonierten Anita und Rita miteinander. Wir sprachen über ihre Sommerarbeiten, die beide noch nicht fertig hatten. Mich faszinierte die Begeisterung, die sie für die Bibel und für ihren Herrn Jesus Christus hatten!

Jemen war natürlich auch ein Thema. Rita und Anita waren sich sicher, dass es der richtige Weg sei und keine von ihnen hatte auch nur den geringsten Zweifel daran. Sie waren sehr froh, dass sie dieses Praktikum zusammen machen durften. Sie freuten sich auf die Aufgaben (egal welcher Art) in diesem Krankenhaus, auf die Menschen, auf eine neue Kultur, eine neue Sprache, die sie ganz toll fanden. Am liebsten hätte ich Anita und Rita bis nach Jemen gefahren, denn mit den beiden wurde es nie langweilig.

Die wenigen Eintragungen in Ritas Tagebuch über ihren kurzen Aufenthalt im Jemen bestätigen ihre Entscheidung für dieses Land.

Dass brutale, feige Mörder unsere lieben Kinder aus dem Leben rissen, ist ein Verlust, den man nie ersetzen kann. Aber die Spur, die sie hinterlassen haben, bleibt!

Alle negativen Berichte der Presse oder Sender sind im Altpapier gelandet. Das, was unsere Lieben in ihrem kurzen Leben bewirkt haben, bleibt in den Herzen und Gedanken von vielen, vielen Menschen für immer, bis unser HERR Jesus wiederkommt!

P.S.: Ob „Frontal 21“ über Urlauber auf Mallorca, die durch Bombenanschläge durch Terroristen gefährdet sind, genauso berichten würde, wie über Rita und Anita? (Urlauberkick) Man kann mit dem Zweiten auch blind sein.