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Viele fragen uns, ob  der Schmerzt nach dem ersten Trauerjahr abnimmt. Gerne würden wir mit einem „JA“ antworten. Aber so ist es nicht. Je mehr Zeit vergeht, umso mehr steigt unsere Sehnsucht nach Anita und Rita. Sie fehlen uns so sehr, dass oft nichts diese Sehnsucht stillen kann. Viele Fragen Quälen noch, die uns keiner beantworten kann. Es sind so viele alltägliche Dinge, mit denen man fertig werden muss. Es sind viele schöne Erinnerungen, die gleichzeitig so schmerzhaft sind. Oft denkt man, die Familie ist zusammen gewachsen. Sogleich kommen wieder Zeiten, wo jeder  nur für sich grübelt und trauert und wir hilflos warten, bis es wieder besser wird. So sieht die Realität aus, man kann nichts schön reden. Aber, es gibt ein positives ABER. Da ist Gott, unser himmlischer Vater und Tröster. Wenn wir unseren Herrn nicht an unserer Seite hätten, wäre die Last nicht zu tragen. Danke, Jesus, danke für jeden Tag, an dem du uns trägst, begleitest und hilfst einen Schritt vor den anderen zu setzen. Dich beten wir an, weil du unser König und Schöpfer bist.

Maria  und ich (Mütter von Rita und Anita) waren im Juni, dieses Jahres in Brake zu einer Frauenfreizeit. Wir erlebten  eine wunderbare, erholsame Zeit. Was uns sehr bewegt und erfreut hat, ist ein wunderschöner Gedenkplatz, den die Bibelschule Brake gestaltet hat im Andenken an Anita und Rita. Wir durften am 12. Juni, zum Jahrestag, bei der Einweihung des besonderen Ortes dabei sein, wo zwei Quittenbäumchen eingepflanzt wurden. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die es möglich gemacht haben, die mit ihrer Kreativität, viel Fleiß und besonders mit viel Herz und Liebe dazu beigetragen haben. Es war sehr, sehr bewegend, emotional und gesegnet.

Danke allen, die immer noch beten und an uns denken.

Die unten aufgeführten Bilder sind vom 12. Juni 2010 in Brake.