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Es ist nun gut ein Jahr her, dass wir mit Anita das letzte Sylvester feiern durften. Damals stellte sich für uns die Frage, was das Jahr 2009 bringen würde. Viele wussten es nicht so recht, wir gingen also mit Spannung und Neugier in ein neues Jahr. Auch Anitas Weg war ihr noch nicht bekannt. Sie wollte die Bibelschule beenden und war gespannt, was Gott für sie vorbereitet hat. Niemand hätte je ahnen können, dass dies unser letztes Sylvester mit ihr sein sollte.

Es war eine wirklich schöne Feier, wir haben viel Spaß mit Anita gehabt. Ihre Lebensfreude war so mitreisend und ihr lachen hat uns immer angesteckt. Sie war in allem so selbstlos und doch voller Zufriedenheit und Freude.

Schon nach wenigen Tagen im neuen Jahr merkten wir, dass dieses kein einfaches werden würde. Mein Mann wurde mit einer schweren Lähmung ins Krankenhaus eingeliefert und verbrachte anschließend über 6 Monate in der Reha-Klinik. Anita war in dieser schweren Zeit für uns beide da. Sie hat uns einige Male in der Klinik besucht, wir erhielten Karten, Anrufe, regelmäßig, ermutigende SMS und sie sprach viele Gebete für uns und mit uns. Das war für uns beide so tragend und tröstend. Doch genau so haben wir Anita unsere ganze Freundschaft über erlebt: Sie war da,…sie war so oft für uns da.

Die Nachricht über ihren Tod hat uns den Boden unter Füßen weggerissen. Es war ein tiefer, stechender Schmerz, der bis heute anhält. Wir begreifen es immer noch nicht und noch immer können wir es nicht glauben, das etwas dermaßen schreckliches, einem solch liebevollen Menschen passieren musste. Immer noch gibt es so viele Fragen, die sich nicht beantworten wollen.

Gott hat uns eine Freundin geschenkt, die uns so viel durch ihre Worte und vor allem Taten gelehrt hat. Sie war ein Geschenk des Himmels. Und obwohl sie nicht mehr unter uns ist, lebt sie in unseren Herzen weiter, wenn wir das leben, was sie gelebt hat. Sie war, ist und bleibt ein Vorbild.

Gott hat das Leben von Anita und Rita auf dieser Erde beendet, doch wir wissen, dass sie leben und wir uns schon bald wieder sehen werden und wer weiß, vielleicht schon in diesem Jahr.